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Räucheranleitung

Räuchern ist grundsätzlich das Verbrennen oder Erhitzen von räucherbaren, aromatischen, pflanzlichen Substanzen. Dazu zählen neben Harzen auch Hölzer, Rinden, Kräuter, Blüten, Nadeln, Samen und Wurzeln. Durch das Feuer findet eine Transformation statt. Das Wesen der Pflanze wird von ihrem Körper gelöst und die wertvollen Inhaltsstoffe werden über den Rauch freigesetzt. Die Duftmoleküle und gelösten Wirkstoffe gelangen über die Nase in das limbische System des Großhirns und wirken sich so, direkt auf unser zentrales Nervensystem und unsere Gefühle aus.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Räucherritual. Wählen Sie einen Platz, an dem Sie sich wohlfühlen und an dem Sie ungestört sind. Legen Sie alle nötigen Dinge bereit, bevor Sie mit dem Räuchern beginnen. Am besten richten Sie sich eine besondere „Räucher-Oase“ in Ihrer Wohnung ein!

Welche Räuchermethoden gibt es?

Wer einmal mit dem Räuchern begonnen hat, der wird schnell seine Lieblingsmethode herausfinden. Die gebräuchlichste ist das Räuchern auf Schnellzünderkohle mit Sand in der Schale. Oder man räuchert im Stövchen mit Teelicht und Räuchersiebeinsatz oder einem feuerfesten Pfännchen. Letztere Variante hat den Vorteil, dass lose Kräuterteile nicht verbrennen. Die Duftentfaltung und damit die heilende Wirkung ist beim Gebrauch eines Stövchens nachhaltiger. Es gibt auch sog. Räucherofen und – pyramiden. Wer es sich ganz einfach machen möchte, greift zu Räucherkegeln oder – stäbchen. Aber bitte achten Sie dabei auf eine sehr gute Qualität. Für Salbei, Beifuß und Wermut braucht man gar keine Wärmequelle von unten. Sie lassen sich leicht zu einem kleinen Ball formen, den man in einer feuerfesten Schale anzünden und wieder ausblasen kann. Die Kräuter glimmen dann rauchend weiter.

Am allerschönsten ist das Räuchern bei einem Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel. Laden Sie Ihre besten Freunde dazu ein und genießen Sie dieses Dufterlebnis gemeinsam. Größere Kräuterbündel oder die keltischen Räuchermischungen eigenen sich dafür besonders gut. Die Büschel lassen sich mühelos auf einen Haselnussstecken schieben. So kann man sie leichter im Feuer entzünden, ausblasen und schwenken.

Räuchern mit Kohle

Die traditionellste Art ist das Räuchern mit Holzkohle auf Sand in einer feuerfesten Schale. Die Kohle glüht für längere Zeit, die zum Ausräuchern von Häusern und für Rituale nötig ist. Eine höhere Rauchentwicklung ist bei Kohle auch erwünscht. Der Rauch verstärkt die Wirkung.

 

Das brauchen Sie: ein feuerfestes Räuchergefäß, Feuersand oder Kieselsteine, Kohle, eine Kohlezange, Streichhölzer, eine Kerze und Räucherwerk.

 

Füllen Sie ein feuerfestes Gefäß mit Feuersand oder Kieselsteinen, und entzünden Sie die Kohle mit einer Zange über der Kerzenflamme. Es gibt unterschiedliche Arten von Kohle: Schnellzünder-Kohle, Naturkohle, Kohle aus Bambus- oder Kokosfasern. Die beiden letzteren brauchen etwas länger zum Durchglühen. Schnellzünderkohle knistert und sprüht beim Anzünden kleine Glutfunken wie eine Wunderkerze.

Erst wenn die Kohle ganz durchgeglüht ist, legt man sie mit der Vertiefung nach oben auf den Sand und wartet ca. fünf Minuten, bis sich ein weißer Aschefilm bildet. Man kann das Durchglühen durch Fächeln oder Pusten beschleunigen.

Eine dünne Sandschicht auf der glühenden Kohle sorgt dafür, dass die enthaltenen Kräuter ihren Duft entfalten können ohne sofort zu verglühen oder zu verkohlen. Zarte Blüten können auch neben die Kohle gelegt werden. Oft reicht die Hitze schon aus. Eine Drei-Finger-Spitze voll Räucherwerk reicht für´s erste. Durch leichtes Fächeln mit einer Feder kann man den duftenden Rauch besser im Raum verteilen. Der Sand sorgt dafür, dass die Gefäße nicht überhitzen. Er schützt diese auch vor Verschmutzung und unterstützt die Belüftung, sowie die Temperaturregulierung. Wenn das Räucherwerk verglimmt ist, sollte es mit einem Löffel entfernt werden. Dann können Sie neues Räucherwerk auf die Kohle streuen. Den Vorgang wiederholen Sie so oft, bis die Kohle ganz verglüht ist.

 

 

Räuchern auf Stövchen

Ein Räucherstövchen verkörpert modernes Räuchern. Es ist problemlos in den Alltag zu integrieren und passt überall, wo es weniger oder gar nicht rauchen soll: ins Büro, zum Yoga oder zum sinnlichen Abend zu zweit. Lose Kräuterteile verbrennen nicht so schnell. Die heilende Wirkung ist nachhaltiger.

 

Das brauchen Sie: Stövchen, Sieb, Streichhölzer, Teelicht, Räucherwerk

 

Als Hitzequelle dient ein Teelicht. Das Räucherwerk wird auf ein feinmaschiges größeres Sieb aus Edelstahl oder Messing gelegt. Das ermöglicht die Kontrolle der Rauchentwicklung. So kann man schonend und öfter zwischendurch räuchern.

Streuen Sie das Räucherwerk zunächst an den Rand des Siebes, damit es ganz sanft, ohne zu rauchen, verglimmen kann. Es entfaltet sich der pure Duft der Kräuter und Harze. Häufiges Wegnehmen verglimmter Pflanzenteile entfällt bei dieser Methode.

Möchten Sie etwas Rauch, schieben Sie die Kräuter in die Mitte des Siebs. Kräuter und Blüten verglühen schneller als Harze. Sobald sie beginnen zu verkohlen, sollten sie mit einem kleinen Löffel, einem Federkiel oder einer Zange entfernt werden.

Nach häufigem Gebrauch verklebt das Sieb von den Harzen. Brennen Sie es über einer Kerzenflamme aus, und bürsten Sie es mit einer Drahtbürste und etwas Spülmittel unter fließendem Wasser aus. Schon ist es wieder sauber und einsatzbereit.

Zusätzliche Infos

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